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Umformbarkeitsprüfung von Kaltstauchdraht

Walzdraht für die Kaltumformung nach EN 10263 und DIN 1654 wird schon seit vielen Jahren durch genormte Stauchversuche geprüft. Petig liefert eine geeignete Maschine dafür.
Umformbarkeitsprüfung von Kaltstauchdraht
Aus europäischer Sicht reicht es aus, wenn Prüflinge im Verhältnis 1:3 gestaucht werden. Ein Prüfling mit 20 mm Durchmesser wird also in der Länge 1,5xD abgelängt und anschließend von 30 mm auf ein Drittel der Länge gestaucht. Viele asiatische Länder prüfen mit anderen Längenverhältnissen.

Jüngst konnte Petig an einen der größten Stauchprüfpressen-Kunden, die Pohang-Steel-Corporation (Posco), die bisher größte Prüfmaschine dieser Art nach Korea liefern. Posco walzt Draht für die Kaltumformung (Cold Heading) in vielen Abmessungen Qualitäten bis 1200 N/mm. Der größte Drahtdurchmesser beträgt 55,0 mm. Die Prüfpresse besteht aus einer Doppelpresse, die in einem gemeinsamen Rahmen untergebracht ist. In der rechten Doppelpressenseite mit 3500 kN Scherkraft wird aus dem Prüfdraht in einem Mehrfach-Scherwerkzeug ein Prüfling planparallel auf 1,5xD abgelängt. Der Prüfling wird dann auf der linken Pressenseite mit 6000 kN Stauchkraft auf ein Drittel der Ausgangslänge gestaucht.

Im Fotodokumentationsbereich wird die Stauchprobe von vier Seiten rundum fotografiert. Auf einem viergeteilten 19-Zoll-Monitor wird die stark vergrößerte Probe von vier Seiten sichtbar. Eventuell beim Walzvorgang entstandene Fehler können so dokumentiert werden.

Zur Bedienerunterstützung ist ein PC eingebaut, in den die Werte nach DIN und ASA, Stauchhöhenvorwahl, Geschwindigkeit, Dokumentation et cetera eingegeben werden.

Die Bedienung der Maschine ist sehr einfach: Der Prüfdraht, meistens 500 mm lang, wird in die entsprechende Durchmesseraussparung des Scherwerkzeuges eingelegt und der Betätigungsknopf gedrückt. Der Prüfling wird hinter einer Sicherheitsjalousie mit Plexiglasscheibe abgeschert und fällt in eine Auffangvorrichtung. Er wird jetzt zur Erstellung der Stauchprobe in das Stauchwerkzeug auf der linken Pressenseite gelegt. Nachdem der Betätigungsknopf gedrückt worden ist, fährt auch hier die Jalousie nach unten. Beide Jalousien haben im unteren Bereich eine Sicherheits-Schaltleiste zum Schutz des Bedieners. Bei Berührung der Sicherheits-Schaltleiste fährt der Pressenstößel wieder nach oben.

Wenn der Prüfling auf die vorgegebene Eindrittelhöhe gestaucht worden ist, kann er, wie erwähnt, in die Fotodokumentation gelegt werden. Da die Mehrfach-Scherwerkzeuge sowohl oben als auch unten hydraulisch gespannt werden, ist der Wechsel sehr einfach. Zur Entnahme werden zwei Kugelrollenleisten ausgeschwenkt, so dass die Werkzeuge aus dem Einbauraum geschoben werden können.


Hydraulische Scheren


Damit die Drahtproben problemlos auf der Adjustage abgeschert werden können, hat Petig schon vor über vier Jahrzehnten die bewährten Hydrocut-Scheren entwickelt. Nach knapp 30 Jahren harten Einsatzes in allen Drahtwalzwerken der Welt haben nun die Scheren der dritten Generation ausgedient.

Inzwischen ist in Zusammenarbeit mit den Walzwerkern eine vierte Generation herangewachsen, die weitaus bedienfreundlicher geworden ist. Die Scheren sind servicearm, weil die üblichen Verschleißteile wie Kopf- und Kolbenmesser durch vielfaches Drehen eine längere Standzeit haben. Die Hydraulikzylinder sind mit einer Laufbuchse ausgerüstet.

Die kleinste hydraulische Probenschere ›Baby-Cut‹ mit nur 3,0 kg schneidet Drahtdurchmesser von 15,0 mm bei 700 N/mm Festigkeit. Die übrigen Hochleistungs-Stahlschneider werden in fünf Größen bis 60,0 mm Drahtdurchmesser angeboten. Die größte Schere kann Drähte mit einer Festigkeit von 1600 N/mm bis 40 mm Durchmesser schneiden.  


Zahlen & Fakten


1901 gründete Friedrich Petig ein Unternehmen zur Herstellung von Messwerkzeugen für die Drahtindustrie.

1955 wurden die ersten hydraulischen Stahldrahtscheren gefertigt und unter der Bezeichnung ›Peda-Trenn-Blitz‹ vertrieben.

1964 wurde die erste Stauchprüfmaschine zur Qualitätskontrolle von Kaltstauchdraht entwickelt und an einen schwedischen Kunden ausgeliefert.


Quelle: http://www.bbr.de, 27.04.2010



 
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